2,0 l 16 V - F4RT 776/874
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2,0 l 16 V - F4RT 776/874
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Satz mit 4 geschmiedeten Pleueln aus 4340-Stahl für Renault F4R, F7R und F7P 2.0/1.8 16V.
Die Blöcke F7P, F7R und F4R bilden die 16-Ventil-Reihe des Renault-Motors „F-Type", ein Eckpfeiler von Renault Sport. Der F7P eröffnete die Familie 1991: ein 1.8L 16V (1.764 cm³, 82 mm × 83,5 mm) für den Clio 16S und den Williams. Der F7R erhöhte den Hubraum dann auf 2.0L 16V (Clio Williams, Mégane Coupé, rund 147 PS). Der 1998 eingeführte F4R verbreitete den 2.0L 16V (1.998 cm³, 82,7 mm × 93 mm) in Clio RS und Mégane RS, sowohl als Saugmotor als auch als Turbo (F4Rt), von 138 bis 275 PS je nach Modell.
Die gesamte F-Familie teilt denselben Kurbeltrieb (Pleuel-Achsabstand 144 mm), was eine einheitliche Schmiedepleuel ermöglicht. Im Motorsport und Tuning sehr beliebt (Clio RS, Mégane RS), verträgt der F4R bereitwillig Aufladung und höhere Drehzahlen. Jenseits der Werksangaben wird die Serienpleuelstange jedoch zum Schwachpunkt, und hier kommen geschmiedete Pleuel ins Spiel.
Aus hochfestem 4340-Stahl gefertigt, verstärken diese geschmiedeten Pleuel den unteren Block der F4R, F7R und F7P, sobald die Leistung steigt. Sie sind unverzichtbar beim Umstieg auf Schmiedekolben, beim Turboumbau, bei höherer Drehzahl oder größerem Hubraum, wo die Serienpleuelstange an ihre Grenzen stößt.
Für die hohen Belastungen getunter F-Motoren (Saug- wie Turbomotor) ausgelegt, eignen sie sich für jede Disziplin (Rallye, Rundstrecke und Trackdays, Drift, Drag, Bergrennen, Time Attack) und begleiten Stage 2, Stage 3 und darüber hinaus. Je nach Profil (I oder H) und Schrauben bewältigen sie sicher mehrere Hundert PS.
| Referenz | Marke | Profil | Schrauben | Bolzendurchmesser OEM 21 mm | Breite kleines Auge | Durchmesser großes Auge OEM 51,6 mm | Breite großes Auge | Augenabstand OEM 144 mm | Gewicht pro Pleuel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R-REN-001-I | ZRP | I | ARP 2000-3/8"-38mm | 21 mm | 51,6 mm | 25 mm | 144 mm | 513 g | |
| R-REN-001-I-L19 | ZRP | I | ARP L19-3/8"-38mm | 21 mm | 51,6 mm | 25 mm | 144 mm | 513 g | |
| KCR021A | Wössner | I | ARP 2000-3/8"-38mm | 21 mm | 25 mm | 51,6 mm | 25 mm | 144 mm | 614 g |
| KCR021H | Wössner | H | ARP 2000-3/8"-38mm | 21 mm | 25 mm | 51,6 mm | 25 mm | 144 mm | 543 g |
| 14423-4 | Manley | I-HD | ARP 2000-3/8"-38mm | 21 mm | 51,59 mm | 24,99 mm | 144 mm | 615 g |
| Pleuel | Schrauben | Anzugsmoment | Empfohlene Längung |
|---|---|---|---|
| ZRP (R-REN-001-I) | ARP 2000 | 61 N·m | 0,140 – 0,152 mm |
| ZRP (R-REN-001-I-L19) | ARP L19 | 67,8 N·m | 0,152 – 0,165 mm |
| Wössner (KCR021A) | ARP 2000 | 74,6 N·m | 0,140 – 0,152 mm |
| Wössner (KCR021H) | ARP 2000 | 74,6 N·m | 0,140 – 0,152 mm |
| Manley (14423-4) | ARP 2000 | 81,3 N·m | 0,147 – 0,157 mm |
Die Hersteller empfehlen die Längungsmethode (Messuhr) als Referenz: Die dem Kit beiliegende Anleitung hat stets Vorrang. Die angegebenen Anzugsmomente gelten für eine Montage mit ARP-Schmiermittel.
| 4340-Stahl ist ein Nickel-Chrom-Molybdän-legierter Stahl, der sowohl in der Luftfahrt als auch im Motorsport eingesetzt wird. Geschmiedet und anschließend wärmebehandelt (Härten und Anlassen), bietet er eine ausgezeichnete Zugfestigkeit, eine hohe Dauerfestigkeit und eine echte Duktilität. Gegenüber einem Serienpleuel (oft aus Sintermetall, auf Serienkosten optimiert) zeigt ein geschmiedetes 4340-Pleuel rund +19 % Streckgrenze, +8 % Zugfestigkeit und vor allem +19 bis +37 % Dauerfestigkeit, also eine mehrfach längere Lebensdauer unter zyklischer Last. Das macht geschmiedeten 4340-Stahl zum Referenzmaterial, sobald Ladedruck und Drehzahl steigen. |
![]() | I-Beam. Mit ihrem dünneren Mittelquerschnitt ist das I-Beam-Pleuel leichter: weniger Trägheit und freieres Hochdrehen. Bevorzugtes Profil bei modernen Turbomotoren wie dem F4R. Seine Variante I-HD (Heavy Duty) ist eine verstärkte Version für höhere Lasten. |
![]() | H-Beam. „H“-förmiger Querschnitt mit hoher Steifigkeit und ausgezeichneter Beständigkeit gegen Biegung und Druck. Etwas schwerer als ein I-Beam, setzt es auf Festigkeit: die Wahl für drehmomentstarke Motoren, große Hubräume und Drag. Bei einem auf Drehmoment und Zuverlässigkeit ausgelegten F4R eine sichere Wahl. |
Die Pleuelschraube zählt zu den am stärksten beanspruchten Bauteilen des Motors. Entscheidend ist, die ARP-Güte auf den tatsächlichen Einsatz des Aufbaus abzustimmen und anschließend Anzugsmoment und Längung bei der Montage strikt einzuhalten.
| ARP 2000 (Zugfestigkeit ~220.000 psi, also ~1.517 MPa) ist der Hochleistungsstandard. Geeignet für Aufbauten bis 200 PS pro Zylinder mit 3/8"-Schrauben, und bis 8.500 U/min, ist es die gängigste Güte auf der Rundstrecke, bei Trackdays, im Drift, in der Rallye, beim Drag und beim Bergrennen, geschätzt für Festigkeit, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit, ohne besondere Lageranforderungen. | |
![]() | L19 (Zugfestigkeit ~260.000 psi, also ~250 PS pro Zylinder mit 3/8"-Schrauben, und bis 10.000 U/min: sehr hoher Ladedruck, dauerhaft hohe Drehzahlen und hoher Zylinderdruck. Es ist die Wahl für Aufbauten mit sehr hoher Leistung: Beschleunigungsrennen (Drag), Drift, Rallye und Rundstrecke. Achtung: empfindlich gegen Korrosion und Wasserstoffversprödung, muss es zwingend geölt und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert und montiert werden. |

Ergänzend zum Anziehen nach Drehmoment ist die Messung der Pleuelschraubenlängung die zuverlässigste Kontrolle für eine optimale Vorspannung. Die Kontrolle erfolgt bei montierter Schraube: Man setzt die Messuhr (Komparator) an beide Enden der Schraube und liest ihre tatsächliche Längung ab, die dem empfohlenen Wert entsprechen muss (siehe Tabelle Anzugsmoment & Längung oben). Diese Methode schließt die Reibungsstreuung des Drehmomentanzugs aus und sichert den Zusammenbau bei stark beanspruchten Motoren. |
![]() | ZRP, griechische Marke für geschmiedete Hochleistungspleuel, entworfen von Alex Drakos in Athen. Jedes Pleuel wird aus 4340-Stahl geschmiedet, präzise gefertigt und auf ±1 g gewuchtet, um bei hoher Drehzahl zuverlässig zu bleiben. Erhältlich im I- oder H-Beam mit ARP 2000-, L19- oder Custom-Age-625+-Schrauben, werden sie in Griechenland entwickelt und geprüft und sind in Rallye, auf der Rundstrecke und im Drift erprobt. |
![]() | Wössner, deutsche Schmiede, bekannt für ihre geschmiedeten Hochleistungskolben und -pleuel. Ihre Pleuel werden aus 4340-Stahl geschmiedet, sorgfältig bearbeitet und gewuchtet und mit ARP 2000-Schrauben (3/8") geliefert. Das optimierte I-Profil sucht den besten Kompromiss zwischen Leichtigkeit und Festigkeit bei aufgeladenen Motoren. |
| MANLEY, amerikanischer Hersteller geschmiedeter Pleuel seit 1966. Aus vakuumentgastem 4340-Stahl in Luftfahrtqualität gefertigt, kugelgestrahlt und einzeln geprüft, gibt es seine „Turbo Tuff“-Pleuel im H- und I-Beam, mit ARP 2000- oder Custom-Age-625+-Schrauben. Ein großer Name im Motorenbau, von der Straße bis zum Rennsport. |
![]() | 1) Kleines Pleuelauge 2) Durchmesser kleines Auge 3) Pleuelschaft 4) Pleuelschraube 5) Großes Pleuelauge 6) Mutter / Pleuelschraube 7) Pleueldeckel 8) Durchmesser großes Auge 9) Augenabstand |
Diese geschmiedeten Pleuel passen zu den unten aufgeführten Renault-Motoren der 16-Ventil-F-Familie:
| Marke | Modell (Chassis) | Motorcode | Leistung | Baujahre |
|---|---|---|---|---|
| Renault | Clio II RS 172 / 182 (X65) | F4R | 172-182 PS | 1999-2005 |
| Renault | Clio III RS 197 / 200 (R) | F4R | 197-203 PS | 2006-2013 |
| Renault | Mégane II RS 225 / 230 (M) | F4R | 225-230 PS | 2004-2009 |
| Renault | Mégane III RS 250 / 265 / 275 (Z) | F4R | 250-275 PS | 2009-2017 |
| Renault | Mégane I Coupé 2.0 16V | F7R | 147 PS | 1996-1999 |
| Renault | Clio Williams / 16S (X57) | F7P | 137-150 PS | 1991-1998 |
| Renault | Laguna I 2.0 16V | F4R | 139 PS | 1998-2001 |
OEM-Referenz: 7701478497 (Satz mit 4 Pleueln).
Wenn ein Serienblock versagt (gebrochene, verbogene oder beschädigte Pleuelstange), erfordert die Rückkehr zur Werkskonfiguration den Austausch von Pleueln und Kolben, die oft gleichzeitig beschädigt sind. Die Rechnung steigt schnell für eine bloße Instandsetzung.
Bei vergleichbarem oder sogar geringerem Budget bieten geschmiedete Pleuel aus 4340-Stahl in Kombination mit Schmiedekolben deutlich mehr Zuverlässigkeit und Sicherheitsreserve sowie echtes Potenzial für künftige Leistungssteigerungen.
Geschmiedete Pleuel zu wählen bedeutet, sich für eine dauerhafte Lösung statt für eine provisorische Reparatur zu entscheiden.
