2,0-Liter-8V-Motor - M10B20 mit Zylinderkopf der Serie 121
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2,0-Liter-8V-Motor - M10B20 mit Zylinderkopf der Serie 121
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Satz mit 4 geschmiedeten Pleueln aus 4340-Stahl für BMW 2.0L 8V M10B20.
Der M10 ist der Vierzylinder, der die « Neue Klasse » von BMW einläutete: 1962 im BMW 1500 vorgestellt, brachte er eine moderne Bauweise mit Graugussblock, Aluminium-Zylinderkopf mit halbkugelförmigen Brennräumen und kettengetriebener obenliegender Nockenwelle, mit zwei Ventilen pro Zylinder. Der M10B20 ist seine 2.0-Liter-Version (1990 cm³, 89 mm Bohrung und 80 mm Hub), von 1965 bis 1982 gebaut und in zahlreichen Leistungsstufen angeboten, vom Saugmotor mit Vergaser bis zu den Einspritzversionen.
Darunter läuft der M10 auf einer geschmiedeten Stahlkurbelwelle mit fünf Hauptlagern, eine Robustheit, die seine Langlebigkeit und sein großes Tuning-Potenzial erklärt. Genau dieser Block diente als Basis für den Formel-1-Motor M12: stark überarbeitet und aufgeladen, bescherte er Nelson Piquet 1983 den WM-Titel mit Brabham und zählt zu den stärksten Motoren der Geschichte dieser Disziplin. Im 2002 tii mit mechanischer Einspritzung und im 2002 Turbo erwarb sich der M10B20 einen sportlichen Ruf, den Tuner bis heute pflegen.
Aus hochfestem 4340-Stahl gefertigt und anschließend wärmebehandelt, ersetzen diese geschmiedeten Pleuel die Serienpleuel des M10B20, um die höheren Drehzahlen und Zylinderdrücke eines Aufbaus klaglos zu verkraften. Das Schmieden richtet den Faserverlauf des Metalls aus und beseitigt Gussporositäten: Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Dauerfestigkeit und die nötige Sicherheitsreserve, sobald die Leistung steigt.
Jeder Satz wird geprüft und gewuchtet und mit Hochleistungs-ARP-Schrauben geliefert, die auf das angestrebte Drehmoment ausgelegt sind. In Kombination mit geschmiedeten Kolben bilden diese Pleuel die Basis eines standfesten Kurbeltriebs, der intensivem Einsatz und dem Rennsport gewachsen ist.
| Referenz | Marke | Profil | Schrauben | Bolzendurchmesser OEM 22 mm | Breite kleines Auge | Durchmesser großes Auge OEM 52 mm | Breite großes Auge | Augenabstand OEM 135 mm | Gewicht pro Pleuel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R-BMW-008-I | ZRP | I-Beam | ARP 2000-3/8"-38mm | 22 mm | 52 mm | 23,9 mm | 135 mm | 496 g | |
| R-BMW-008-I-L19 | ZRP | I-Beam | ARP L19-3/8"-38mm | 22 mm | 52 mm | 23,9 mm | 135 mm | 496 g |
| Pleuel | Schrauben | Anzugsmoment | Empfohlene Längung |
|---|---|---|---|
| ZRP (R-BMW-008-I) | ARP 2000 | 61 N·m | 0,140 – 0,152 mm |
| ZRP (R-BMW-008-I-L19) | ARP L19 | 67,8 N·m | 0,152 – 0,165 mm |
Die Hersteller empfehlen die Längungsmethode (Längenmessuhr) als Referenz: Die dem Kit beiliegende Anleitung hat stets Vorrang. Die angegebenen Anzugsmomente gelten für die Montage mit ARP-Schmiermittel.
| 4340-Stahl ist ein Nickel-Chrom-Molybdän-legierter Stahl, der sowohl in der Luftfahrt als auch im Motorsport eingesetzt wird. Geschmiedet und anschließend wärmebehandelt (Härten und Anlassen), bietet er eine ausgezeichnete Zugfestigkeit, eine hohe Dauerfestigkeit und eine echte Duktilität. Gegenüber einem Serienpleuel (oft aus Sintermetall, auf Serienkosten optimiert) zeigt ein geschmiedetes 4340-Pleuel rund +19 % Streckgrenze, +8 % Zugfestigkeit und vor allem +19 bis +37 % Dauerfestigkeit, also eine mehrfach längere Lebensdauer unter zyklischer Last. Das macht geschmiedeten 4340-Stahl zum Referenzmaterial, sobald Ladedruck und Drehzahl steigen. |
![]() | I-Beam-Profil. Mit ihrem schlankeren Mittelteil setzt das I-Beam-Pleuel auf geringes Gewicht und ein hervorragendes Verhältnis von Steifigkeit zu Masse. Es ist das gängigste Profil und eignet sich perfekt für M10B20-Aufbauten, vom standfesten Motor bis zu hohen Leistungen. |
Die Pleuelschraube zählt zu den am stärksten beanspruchten Bauteilen des Motors. Entscheidend ist, die ARP-Güte auf den tatsächlichen Einsatz des Aufbaus abzustimmen und anschließend Anzugsmoment und Längung bei der Montage strikt einzuhalten.
| ARP 2000 (Zugfestigkeit ~220.000 psi, also ~1.517 MPa) ist der Hochleistungsstandard. Geeignet für Aufbauten bis 150 PS pro Zylinder mit 5/16"-Schrauben oder 200 PS pro Zylinder mit 3/8"-Schrauben, und bis 8.500 U/min, ist es die gängigste Güte auf der Rundstrecke, bei Trackdays, im Drift, in der Rallye, beim Drag und beim Bergrennen, geschätzt für Festigkeit, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit, ohne besondere Lageranforderungen. | |
![]() | L19 (Zugfestigkeit ~260.000 psi, also ~1.793 MPa) ist für extrem ausgereizte Motoren ausgelegt, bis 200 PS pro Zylinder mit 5/16"-Schrauben oder 250 PS pro Zylinder mit 3/8"-Schrauben, und bis 10.000 U/min: sehr hoher Ladedruck, dauerhaft hohe Drehzahlen und hoher Zylinderdruck. Es ist die Wahl für Aufbauten mit sehr hoher Leistung: Beschleunigungsrennen (Drag), Drift, Rallye und Rundstrecke. Achtung: empfindlich gegen Korrosion und Wasserstoffversprödung, muss es zwingend geölt und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert und montiert werden. |

Ergänzend zum Anziehen nach Drehmoment ist die Messung der Pleuelschraubenlängung die zuverlässigste Kontrolle für eine optimale Vorspannung. Die Kontrolle erfolgt bei montierter Schraube: Man setzt die Messuhr (Komparator) an beide Enden der Schraube und liest ihre tatsächliche Längung ab, die dem empfohlenen Wert entsprechen muss (siehe Tabelle Anzugsmoment & Längung oben). Diese Methode schließt die Reibungsstreuung des Drehmomentanzugs aus und sichert den Zusammenbau bei stark beanspruchten Motoren. |
![]() | ZRP, griechische Marke für geschmiedete Hochleistungspleuel, entworfen von Alex Drakos in Athen. Jedes Pleuel wird aus 4340-Stahl geschmiedet, präzise gefertigt und auf ±1 g gewuchtet, um bei hoher Drehzahl zuverlässig zu bleiben. Erhältlich im I- oder H-Beam mit ARP 2000-, L19- oder Custom-Age-625+-Schrauben, werden sie in Griechenland entwickelt und geprüft und sind in Rallye, auf der Rundstrecke und im Drift erprobt. |
![]() | 1) Kleines Pleuelauge 2) Durchmesser kleines Auge 3) Pleuelschaft 4) Pleuelschraube 5) Großes Pleuelauge 6) Mutter / Pleuelschraube 7) Pleueldeckel 8) Durchmesser großes Auge 9) Augenabstand |
Diese geschmiedeten Pleuel passen zu den BMW mit dem 2.0-Liter-Vierzylinder M10B20. Die folgende Tabelle listet die betreffenden Modelle und Baujahre auf:
| Marke | Modell (Chassis) | Motorcode | Leistung | Baujahre |
|---|---|---|---|---|
| BMW | 1500-2000 « Neue Klasse »: 2000, 2000 Ti, 2000 tilux, 2000 tii (115/116/118/121) | M10B20 | 100–137 PS | 1965–1972 |
| BMW | 1502-2002 (E10): 2002, 2002 Ti, 2002 tii, 2002 Turbo | M10B20 | 100–170 PS | 1967–1975 |
| BMW | 1502-2002 Cabrio (E10): 2002 | M10B20 | 100 PS | 1971–1975 |
| BMW | 1502-2002 Touring (E6): 2002, 2002 tii | M10B20 | 100–130 PS | 1971–1975 |
| BMW | 2000 Coupé (120): 2000 C, 2000 CS | M10B20 | 101–135 PS | 1965–1970 |
| BMW | 3er (E21): 320, 320i | M10B20 | 109–125 PS | 1975–1982 |
| BMW | 5er (E12): 520, 520i | M10B20 | 115–131 PS | 1972–1979 |
OEM-Referenz: 11 24 0 618 006 (Satz mit 4 Pleueln).
Wenn ein älterer Kurbeltrieb an seine Grenzen stößt (ermüdetes Pleuel, Bruch, Aufbauprojekt), ist der Reflex die Suche nach Originalteilen. Bei einem klassischen Motor wie dem M10B20 werden diese selten und teuer, ohne die geringste zusätzliche Reserve gegen eine Leistungssteigerung zu bieten.
Für ein vergleichbares Budget ändert der Einbau geschmiedeter Pleuel aus 4340-Stahl alles: Das Teil ist neu, fester als das Original und für Drehmoment und Drehzahl ausgelegt. Eine dauerhafte Investition statt einer reinen Instandsetzung.
Bei gleichem Budget: mehr Zuverlässigkeit, mehr Potenzial und echte Gelassenheit, um hart zu fahren. Genau das ist der Sinn, den M10B20 schon beim Öffnen des Motors mit geschmiedeten Pleueln standfest zu machen.
