2,3 l 20 V - B5234T
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Satz mit 5 geschmiedeten Pleueln aus 4340-Stahl für den Volvo B5234 White Block 2.3 20V Turbo (139,5 mm).
Der B5234 gehört zur White-Block-Familie (Volvo Modular-Motoren), die Anfang der 1990er-Jahre den langjährigen Red Block ablöste. Es handelt sich um einen Vollaluminium-Reihenfünfzylinder mit 2,3 Litern Hubraum (2.319 cm³, Bohrung 81 mm, Hub 90 mm), vier Ventilen pro Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen. Leicht, kompakt und turboaufgeladen, trieb er zwischen 1993 und 2000 die stärksten T5-Modelle von Volvo an.
Man findet ihn im 850 T5 und später im S70, V70 und C70 T5, wo er je nach Variante 215 bis 250 PS und rund 300 N·m Drehmoment leistet. Sein Ruf für Zuverlässigkeit und sein großes Tuning-Potenzial machten ihn zur Referenz der schwedischen Aufladung. Sobald jedoch Ladedruck und Zylinderdruck steigen, stößt das gesinterte Serienpleuel rasch an seine Grenze und wird zum Schwachpunkt des Triebwerks.
Das Pleuel verbindet Kolben und Kurbelwelle und wandelt die Hubbewegung in Drehung um. Bei jeder Umdrehung erfährt es Zug-, Druck- und Biegekräfte, die mit Drehzahl, Ladedruck und übertragenem Drehmoment zunehmen. An einem getunten B5234 überschreiten diese Lasten schnell das, wofür das gesinterte Serienpleuel ausgelegt wurde, und ein Pleuelbruch zerstört fast immer den Motorblock.
Aus 4340-Stahl warmgesenkgeschmiedet und anschließend bearbeitet, weisen diese ZRP-Pleuel einen Faserverlauf auf, der der Form des Bauteils folgt, das ergibt eine Dauerfestigkeit weit über der eines gesinterten Pleuels. In den Originalmaßen ausgeführt, Mittenabstand 139,5 mm, Bolzen 23 mm, großes Auge 53 mm, werden sie ohne Modifikation montiert und bewahren die Laufruhe des Fünfzylinders. Auf ±1 g sortiert, eignen sie sich für Saug- wie für Turbomotoren, von Stufe 2 bis zum Rennsport: Rundstrecke, Bergrennen, Drift, Rallye, Drag und Time Attack. Mit Schmiedekolben kombiniert, bilden sie die Basis eines Triebwerks, das anhaltend hohe Drehzahlen und hohen Zylinderdruck verträgt.
| Referenz | Marke | Profil | Schrauben | Kolbenbolzen Ø OEM 23 mm | Breite kleines Auge | Großes Auge Ø OEM 53 mm | Breite großes Auge | Mittenabstand OEM 139,5 mm | Gewicht pro Pleuel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R-VOL-005-I-5 | ZRP | I | ARP 2000-3/8"-38mm | 23 mm | 53 mm | 25,65 mm | 139,5 mm | 531 g | |
| R-VOL-005-I-5-L19 | ZRP | I | ARP L19-3/8"-38mm | 23 mm | 53 mm | 25,65 mm | 139,5 mm | 531 g |
| Referenz | Schrauben | Max. Drehmoment (ohne Messuhr) | Längung (mit Messuhr) |
|---|---|---|---|
| ZRP (R-VOL-005-I-5) | ARP 2000-3/8"-38mm | 61 N·m | 0,140 – 0,152 mm |
| ZRP (R-VOL-005-I-5-L19) | ARP L19-3/8"-38mm | 67,8 N·m | 0,152 – 0,165 mm |
Die obigen Werte dienen nur als Richtwerte: Beachten Sie stets die dem Kit beiliegende ARP-Anleitung. Bei einer Pleuelschraube bleibt die Längungsmessung mit der Messuhr zuverlässiger als das Drehmoment allein, da sie reibungsbedingte Streuungen ausschließt.
4340 ist ein niedriglegierter Stahl mit Nickel, Chrom und Molybdän, der in der Luftfahrt für die am höchsten belasteten Bauteile verwendet wird. Geschmiedet, anschließend gehärtet und angelassen, vereint er hohe Festigkeit mit ausgezeichneter Zähigkeit: Er nimmt Stöße auf, ohne spröde zu brechen. Gegenüber dem serienmäßigen Sintermetall bietet er rund +19 % Streckgrenze, +8 % Zugfestigkeit und +19 bis +37 % Dauerfestigkeit, und genau diese Ermüdungsbeständigkeit zählt bei einem Motor, der hoch dreht und das durchhält.
![]() | I-Profil (I-Beam): das für diese Anwendung gewählte Profil. Der I-förmige Schaft platziert das Material genau dort, wo die Kräfte wirken: Er bleibt leicht, was durch geringere Triebwerksträgheit das Hochdrehen fördert, und ist zugleich reichlich steif für den Leistungsbereich des B5234. Der beste Kompromiss aus Gewicht und Festigkeit, im Saug- wie im Turbobetrieb. |
Die Schraube ist das am stärksten beanspruchte Teil der Baugruppe: Sie hält den Deckel trotz der Abrisskräfte bei hoher Drehzahl geschlossen. Sie wird nach Leistung pro Zylinder und angestrebter Drehzahl gewählt.
| ARP 2000: Zugfestigkeit von rund 220.000 psi (~1.517 MPa). Sie verträgt bis zu 150 PS pro Zylinder in 5/16" und 200 PS pro Zylinder in 3/8", bei Drehzahlen bis 8.500 U/min. Es ist die Referenz-Hochleistungsschraube: robust, zuverlässig und vielseitig, ohne besondere Lageranforderung. Bestens geeignet für Rundstrecke, Trackday, Drift, Rallye, Drag und Bergrennen. |
![]() | ARP L19: Zugfestigkeit von etwa 260.000 psi (~1.793 MPa), also 200 PS pro Zylinder in 5/16" und 250 PS pro Zylinder in 3/8", bis 10.000 U/min. Sie richtet sich an extrem hoch belastete Motoren: hoher Ladedruck, anhaltend hohe Drehzahlen und hoher Zylinderdruck. Sie ist die Wahl für Aufbauten mit großer Leistung; dieser wasserstoffempfindliche Stahl muss vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. |

| Die Vorspannung über die Längung ist die genaueste Methode, eine Pleuelschraube anzuziehen: Statt sich allein auf das Drehmoment zu verlassen, misst man mit der Messuhr die tatsächliche Dehnung der montierten Schraube. So entfallen reibungsbedingte Streuungen und man erhält eine gleichmäßige Vorspannung an allen fünf Pleueln. Bei Abweichung hat der Längungswert stets Vorrang vor dem Drehmoment: Beachten Sie die dem Kit beiliegende ARP-Anleitung. |
![]() | ZRP: eine griechische Marke, gegründet von Alex Drakos (Athen), spezialisiert auf geschmiedete Hochleistungspleuel. Jedes Pleuel wird aus 4340-Stahl geschmiedet, präzise bearbeitet und anschließend auf ±1 g gepaart, um Vibrationen und Unwucht im Triebwerk zu begrenzen. Sorgfältige Fertigung, im Rennsport erprobt (Rundstrecke, Rallye, Drift, Drag), hier im I-Profil mit ARP-2000- oder ARP-L19-Schrauben. |
| Marke | Modell (Chassis) | Motorcode | Leistung | Baujahre |
|---|---|---|---|---|
| Volvo | 850 / 850 T5 (854/855) | B5234T / T3 | 225 – 240 PS | 1993–1997 |
| Volvo | 850 T5-R / 850 R (854/855) | B5234T4 | 240 – 250 PS | 1995–1997 |
| Volvo | S70 / V70 T5 (P80) | B5234T3 | 240 PS | 1996–2000 |
| Volvo | C70 T5 (coupé / cabriolet) | B5234T3 | 240 PS | 1997–2005 |
OEM-Referenz:
An einem getunten B5234 bleibt es bei einem gebrochenen Serienpleuel fast nie beim Pleuel allein: Es reißt den Block, die Kurbelwelle und oft den Zylinderkopf mit. Die Kosten einer kompletten Instandsetzung übersteigen die eines vorbeugend montierten Pleuelsatzes bei Weitem. Wer von Anfang an in ZRP-Pleuel aus 4340 investiert, schützt das gesamte Triebwerk und erspart sich eine weit aufwendigere Reparatur: Es ist das Bauteil, das alles andere schützt, und damit die lohnendste Ausgabe eines auf Dauer ausgelegten Motoraufbaus.
